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Jeg snakker norsk...

...oder wie ich Norwegisch zu lernen versuche

Zunächst einmal muss man sagen, dass Norwegisch nun wirklich nicht die schwerste Sprache der Welt ist. Sie gehört zu den germanischen Sprachen und wenn man Norwegisch liest, dann fallen einem viele Wörter auf, die gleich oder sehr ähnlich dem Deutschen sind.

Norwegisch ist eigentlich nicht eine Sprache, sondern besteht aus zwei verschiedenen Schriftsprachen: Bokmål und Nynorsk. Dazu hat Norwegen noch ganz viele Dialekte, die sich teilweise von Dorf zu Dorf unterscheiden.

Ich lerne Bokmål, das vor allem rund um Oslo gesprochen wird.  Udo Gollub, der die Sprachensoftware Sprachenlernen24 (von dem jeder halten kann, was er will) und auch dem dazugehörigen Blog, schreibt in seinem Artikel "Wie Sie jede Sprache in 12 Monaten
fließend sprechen lernen können" (kostenlos über den Newsletter zu erhalten), dass ein Sprachschatz von um die 3000 Wörter erst einmal das Wichtigste wäre und deshalb auch das Hauptaugenmerk darauf liegen sollte. Wenn man jeden Tag 10 Wörter lernt, ist dieses Ziel in einem Jahr durchaus machbar.

Nun, wie lerne ich selbst?

Zum einen habe ich mir einen Karteikasten angelegt und schreibe alle meine Vokabeln auf Karteikärtchen und lerne alle nach dem 5-Kasten-Prinzip nach Sebastian Leitner. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, sollte sich mal den Artikel auf Wikipedia durchlesen.

Da ich ja schon länger mehr oder weniger intensiv Norwegisch lerne, gehe ich davon aus, dass ich mittlerweile ein Wortschatz von 800-1000 Wörter habe. Im Moment lerne ich jeden Tag 21 Vokabeln in je drei 7er Päckchen.

Dann lerne ich mit der Sprachsoftware Norwegisch Aktiv. Leider wird dieser nicht mehr überarbeitet oder aktualisiert, ist er meiner Meinung nach doch der beste digitale Sprachkurs auf dem Markt.

Außerdem schaue ich jeden Abend die norwegische Tagesschau im Internet. Zwar verstehe ich leider immer nur Bruchstücke, aber durch die Titel und Bilder kann ich mir trotzdem vieles erschließen. Nur bei Interviewpartner aus Bergen oder anderen Leuten von der Westküste verstehe ich wirklich nur Bahnhof.

 

Update: 18.07.2010

Nun, nach dem zweimonatigen Aufenthalt in Schweden, verstehe und spreche ich auch deutlich besser Norwegisch. Klar, im Moment ist es wohl eher ein Mix aus Norwegisch und Schwedisch (auch Svorsk genannt), aber das wird sich sicherlich bald legen.

Von meinem Karteikasten in realer Form bin ich nun auf Phase 6, einem Vokabeltrainer für den PC umgestiegen und damit absolut zufrieden, auch wenn ich täglich um die 100 Wörter abgefragt werde. Allerdings habe ich im Moment ja genug Freizeit dafür. ;-)

Nachdem ich mit dem Lextra Sprachkurs Plus Schwedisch so zufrieden war und wirklich ordentliches Schwedisch gelernt habe, musste ich mir den für Norwegisch unbedingt zulegen. Das Buch hat 16 Lektionen. Jede Lektion hat etwa 3 Texte, die benötigten Vokabeln kommen als Liste gleich hintendran. Dan gibt es etwa 4-7 Grammatik- und Wortschatzthemen und 5-10 Übungen dazu. Eine Lektion ist gut in zwei Tagen zu schaffen, allerdings braucht man zum Lernen der Vokabeln wohl ein wenig länger. Eine Lektion bringt etwa 70-100 neue Wörter mit. Da ich schon viele kann, muss ich meist nur noch ein drittel bis die hälfte lernen.

Zum Hörverständnis sollte man sich den Podkast von Klartale reinziehen. Hier wird eine einfach norwegische Zeitung vorgelesen. Mittlerweile verstehe ich auch viel mehr als noch vor einem Jahr. Auch ein Erfolgserlebnis. :)